ENDE DER SCHONZEIT (D/IL 2012) DRAMA

Ein junger Jude will 1942 über den Rhein in die sichere Schweiz und wird vom Bauern eines Schwarzwälder Einödhofs entdeckt und versteckt, im Gegenzug muss er hart arbeiten und sich anpassen, skeptisch betrachtet von der jungen Bäuerin. Als der Alte ihn bittet, an seiner Stelle mit seiner Frau einen männlichen Erben zu zeugen, nimmt der Flüchtling das unmoralische Angebot aus Überlebenswillen an. Bald zeigt das fragile Dreierkonstrukt Risse, werden alle zu Tätern und alle zu Opfern. Wuchtiges Drama um Moral und Schuld und die Auswirkungen politischer und gesellschaftlicher Machtstrukturen auf das Individuum. Ein Film über die Nazizeit, der ohne die üblichen Bilder das unmenschliche System des Dritten Reichs im Mikrokosmos eines Bauerhofs und eines Dorfes ansiedelt. Das Grauen kommt hier verstohlen und leise, aber nicht weniger erschütternd. Franziska Schlotterers reifes Regiedebut, eine Tragödie um Moral und Schuld aus dem Jahre 1942, handelt vom schmalen 

Zurück