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Plagiat oder Zitat? Werner Tübke ein Bilderfälscher?

Zielgruppe dieser Veranstaltung sind Schüler vom 3. bis 7. Schuljahr, Dauer ca. 2,5 Stunden.

Diese Veranstaltung veranschaulicht den Unterschied zwischen Plagiat und Zitat. Dabei wird von dem Rechtsstreit zwischen Werner Tübke und dessen Mitarbeiter Eberhard Lenk ausgehend (1995), dieses Problem veranschaulicht. Die dreiteilige Veranstaltung beinhaltet einen Einblick in die von Tübke verwendeten Bildzitate (Diavortrag Dauer ca. 1 Stunde), im Rundbild ist das Phänomen anhand eines ausgewählten Beispiels zu untersuchen (hierzu die Aufgaben 1 bis 4 des Aufgabenblattes AB Bilderfälscher.pdf) und im letzten Teil der Veranstaltung dürfen die Schüler nun ihrerseits alte Bilder zitierend ein eigenes Bild zu vorgegebener Thematik entwickeln (Aufgabe 5 des Aufgabenblattes).

Pressestimme
Mitteldeutsche Zeitung vom 21.4. 1995
Kunststreit: Detail vom Tübke-Bild kopiert
Von unserem Redakteur KLAUS SEMMLER
Bad Frankenhausen / MZ. Ein Kunststreit bahnt sich in Bad Frankenhausen an. Der Berliner Maler Eberhard Lenk hat ein Detail des Tübke-Bildes, den „Lebensbrunnen“, für das Hotel „Reichental nachgemalt. … Der jetzt 44jährige Eberhard Lenk gehörte einst zur Mannschaft von Prof. Werner Tübke, die das Kunstwerk des Leipziger Malers auf die riesige Leinwand im Panorama-Saal auf dem Schlachtberg übertrug. Mit dem „Lebensbrunnen“ unter dem Schlachtgetümmel hat Tübke in seinem Monumentalgemälde den Aufbruch in die Neuzeit der Wissenschaft, Kunst, Religion, Philosophie und Wirtschaft symbolisiert und dazu 20 zeitgenössische Porträts genutzt … Diese Gestalten zieren auch den Brunnen von Lenk im Reichental. Lenk hat das Bild in nur wenigen Nuancen verändert, so durch das Ei in der Brunnenmitte und den Frosch auf dem Brunnenrand, außerdem durch ein Kind am linken Bildrand.
Prof. Werner Tübke sieht dennoch sein Urheberrecht beeinträchtigt und hat unmissverständlich erklärt: „Das Bild muss weg.“ …
 
Didaktische Empfehlungen:
Im Unterricht könnten Sie die Zeichnungen vollenden und daraus eine farbige Fassungen entwickeln lassen, die in ihrem Schulhaus präsentiert, sicher großes Interesse finden dürften. Falls für den Besuch im PANORAMA MUSEUM mehr Zeit als die oben ausgewiesenen 2,5 Stunden eingeplant haben, bestünde auch die Möglichkeit, statt der unaufwändigen Bleistiftzeichnung lieber eine mit Feder und Tusche auszuführen.

Materialanforderungen:
neben den ohnehin mitzubringenden Schreib- und Zeichenutensilien wird für jeden Schüler für die letzte Aufgabe ein Zeichenblatt im Format Din A 3 benötigt.