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Heinz Plank - Lebenszeichen

24.02.2007 bis 28.05.2007

Heinz Plank, geboren 1945 im vogtländischen Bad Elster, zählt als Schüler von Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke zu den profiliertesten Vertretern der »Leipziger Schule« in ihrer mittleren Generation. Dabei ist die Annäherung an dieses Werk in vieler Hinsicht eine Herausforderung – ästhetisch, geistig, emotional. Die Kostbarkeit der Bilder, die gleichermaßen altmeisterlich wie spezifisch zeitgenössisch wirken, aber auch das Dunkel-Geheimnis-volle ihrer Hieroglyphik sind kaum mehr zu steigern und ziehen machtvoll in den Bann. Doch es ist ein prekäres Gefühl, und rationales Verstehen dieser bedrängenden, traumatischen Visionen scheinbar unmöglich …

Heinz Plank wagt sich bis an die Grenzen der Wahrnehmung und des Darstellbaren, und er scheut sich auch nicht vor Extremen und widerspruchsvollen Synthesen in seinem Streben nach Widerspiegelung der Gesamtheit innerer wie äußerer Zustände und Konfliktlagen. Die Welt seiner Bilder ist voller Zweifel und Zwiespältigkeit, Gewissheiten jenseits von Schmerz und Geworfensein gibt es keine. Nur selten überlagert ein Gefühl romantischer Gestimmtheit und Melancholie die Bitternis und Dramatik apokalyptischer Untergangsprophetie. Das Werk des Künstlers ist nicht zuletzt Ausdruck der Suche nach einem möglichen Ausgleich solcher Gegensätze – das Ergebnis eine höchst subtile, antithetisch-komplexe »Poetik der Innerlichkeit«, die existenzphilosophische Auffassungen ebenso einbegreift wie Aspekte der Archetypik, des Numinosen und der seelischen Entschlüsselung. Bewusstseinsanalyse, Individuation und psychologische Durchdringung der Abgründe eigener Sehnsüchte und Erfahrungen gehören daher ebenso zum Wesen dieser Kunst wie Verallgemeinerung, Verdichtung und subjektiver Weltbefund.

Die Ausstellung präsentierte 75 Gemälde und 25 Zeichnungen aus annähernd fünfundzwanzig Schaffensjahren, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf dem letzten Dezennium liegt.

In der Schriftenreihe des Museums erschien ein Katalogbuch mit Farbabbildungen aller ausgestellten Werke und Texten von Walter Schurian, Susanne Hebecker, Klaus Hebecker, Rolf Günther, Rudolf Kober und Gerd Lindner.

Heinz Plank
Via dolorosa, 1983
Heinz Plank
Ferne Ereignisse, 1/1991
Heinz Plank
Auferstehung der Lemuren, 10/1994
Heinz Plank
Schottische Hochebene I, 1/1997
Heinz Plank
Tier schmeckt Landschaft, 12/1998
Heinz Plank
Eine Schmerzensfrau, 7/1998
Heinz Plank
Die Demut des Duldens, 10/2000
Heinz Plank
Fanatische Feuersäule, 10/2000
Heinz Plank
Der grausame kleine Mann, 4/1991

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